Inkontinenz ist ein Gesundheitsproblem, das die Lebensqualität der betroffenen Menschen in jedem Lebensalter erheblich beeinträchtigt. In Deutschland leiden mindestens 4 – 5 Mio. Erwachsene an Harninkontinenz. Frauen sind häufiger als Männer von ihr betroffen. Im Alter von 8 Jahren nässen ca. 110.000 – 170.000 Kinder und im Jugendalter noch 29.000 Betroffene auch tagsüber ein. Inkontinenz schränkt Menschen jeder Altersgruppe in den alltäglichen Aktivitäten ein. Soziale Isolation und Pflegeabhängigkeit können entstehen. Bei jedem 3. – 4. Menschen, der älter als 65 Jahre ist und stationäre Pflege benötigt, liegt eine Inkontinenz vor. Sie ist eine häufige Ursache für die Einweisung in ein Pflegeheim. Bis zu einem Viertel der Arbeitszeit professioneller Pflege wird in Pflegeheimen im Zusammenhang mit Inkontinenz erbracht. Therapeutische Maßnahmen auf der Grundlage einer spezifischen Diagnostik können die Kontinenz fördern oder den Umgang mit der Inkontinenz durch geeignete Hilfsmittel erleichtern und somit wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität betroffener Menschen beitragen.
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